Biografie von Lan Rao

Sopranistin und Solistin Lan Rao

Die Sopranistin Lan Rao lernte Gesang und Tanz in ihrer Geburtsstadt Guangzhou (China) und unternahm bereits mit 19 Jahren ihre erste Konzertreise mit dem Philharmonischen Orchester Shanghai nach Australien, Neuseeland und Hongkong. Sie konnte bereits auf beachtliche Erfolge in China als Sängerin und Filmschauspielerin zurückblicken, als sie anlässlich der ersten China-Tournee der Berliner Philharmoniker mit Herbert von Karajan von dem Geiger Hellmut Stern entdeckt wurde.

In Deutschland hat Lan Rao bei Arleen Augér an der Musikhochschule Frankfurt a. Main studiert und die Liedklassen von Reiner Hoffmann, Hartmut Höll, Erik Werba und Helmut Deutsch besucht. Ihr Meisterklassen-Examen absolvierte sie bei Reri Grist in München. Schon während des Studiums gewann sie den 1. Preis für Liedgesang in Wien und den Sängerförderpreis für Deutsches Lied in Frankfurt am Main.

Seither ist Lan Rao als Solistin mit bekannten Orchestern aufgetreten, unter anderem mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter Leonard Bernstein, wo sie bei der Aufführung seines Werkes „Song Festival“ in Deutschland, Großbritannien und Russland mitwirkte. Als Solistin sang sie auch zum Beispiel mit dem Radio Symphony Orchester Berlin, der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Südwestfunk-Orchester Baden-Baden, Dresdener Philharmonikern, Deutsche Kammerphilharmonie, Concerto Bamberg, Symphonie Orchester Göttingen, Stuttgarter Kammerorchester, Bach-Motette Chor und Orchester München, Johann-Strauss-Orchester Wiesbaden, Orchestra Sinfonica Arturo Toscanini Italien, Königliches Philharmonieorchester von Vlaanderen (Belgium), Lincoln Orchestra (USA), Streichorchester von Russland, Central Philharmony Peking, China Philharmonie Orchestra, The Macao Chamber Orchestra, Tokio Philharmony, The Singapore Symphony Orchestra.

Lan Rao ist eine der Gründerinnen des Kammermusik-Ensembles "Gu-Feng" (mit Erhu, Pipa, Guzheng und Sopran), und des Ensembles "Roter Phoenix" (Guzheng, Klavier und Sopran) über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt..

Lan Raos Repertoire reicht von Barock bis Spätromantik. In den letzten Jahren konzentrierte sie sich vor allem auf Musik des 20. Jahrhunderts sowie auf traditionelle und moderne chinesische Kompositionen. Bekannt für technische Reife und hohes Interpretationsvermögen, hat Lan Rao bereits viele Erstaufführungen gesungen, von denen ihr zahlreiche persönlich gewidmet wurden.

Ihre ungezählten Konzertauftritte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in Europa, Asien und den USA sowie ihre zahlreichen CD-Produktionen bei ARTE NOVA (BMG), WERGO, SALTO RECORDS, CALA, und CAVALLI RECORDS, mit Liedern von F. Schubert, J. Brahms, C. Schumann, F. Hensel-Mendelssohn, C. Kühnl, anderen Komponist(innen) des 19. und 20. Jahrhunderts, Zhou Long, und Roter Phoenix, zeugen von hohem künstlerischem Niveau, so dass sie zu einer der überzeugendsten Liedinterpretinnen der jüngeren Generation geworden ist.

Ihre weltweiten Konzertauftritte wurden von der Presse mit begeisterten Kritiken bedacht: "Interpretatorische Intensität" und "Vielfalt im Ausdruck" wurden Lan Rao zum Beispiel von den Rezensenten der FAZ bescheinigt. Beeindruckt zeigte sich auch die Süddeutsche Zeitung, ziehe sie doch „die Zuhörer mit jedem Takt tiefer in ihren Bann ... Sie brilliert dabei nicht nur mit ihrer technischen Reife, die sich übrigens in lupenreiner, akzentfreier Diktion äußert, sondern auch mit einem Empathievermögen, das vom tiefen Verständnis der Wurzeln des Kunstliedes zeugt." Anläßlich einer Schubert-Interpretation urteilte der Kritiker des SZ-Feuilletons: "Ihr Stimmvolumen ist, was Umfang, Nuancierung und Farbgebung angeht phänomenal."